Auf dem Malerweg zu Felsen, Schluchten und Burgen
in der Nationalparkregion Sächsische Schweiz
Bastei, Schrammsteine, Affensteine, Pfaffenstein und Barbarine – nicht nur den legendären Elbsandsteinkletterern leuchten die
Augen bei diesen klangvollen Bergnamen. Viele der großen Sandsteinmassive in der Sächsischen Schweiz sind auch das Ziel von
Wanderern und werden vom Malerweg angesteuert. Der 112 Kilometer lange Wanderweg auf den Spuren der Romantiker des 18.
und 19. Jahrhunderts wird auch zur Kultroute heutiger Besucher der spektakulären Landschaft südlich von Dresden.
Von Liebethal durch Liebethaler und Uttewalder Grund, vorbei am Felsentor hinab nach Stadt Wehlen am Elbufer, wieder hinauf auf
die kühnen Felszinnen der Bastei, über die steinerne Brücke zur Aussichtsplattform, 200 Meter senkrecht über den Sonnendecks der Ausflugsdampfer: Wenn das kein Auftakt nach Maß ist!
Nationalpark Sächsische Schweiz
Im Kirnitzschtal dringt der Malerweg in die Kernzone des Sächsischen Nationalparks ein. Über Stiegen und Leitern geht es auf die
Schrammsteine, auf schmalem Gratweg zum Carolafelsen und durch ein bizarres Felsenchaos wieder hinab zum Lichtenhainer Wasserfall.
Schon schwingt sich der Malerweg einer rauschenden Achterbahnfahrt gleich wieder hinauf zum Kuhstall, der riesigen, mit einem Treppensteig
erschlossenen Schichtfugenhöhle. Achtung! Schmaler Zustieg auf das Plateau. Dann kehrt für einen Moment Ruhe ein, es bleibt Zeit zum
Erholen und Revue passieren lassen, bevor es über den Großen Winterberg wieder ins Elbtal zurückgeht. Das Ziel des historischen
Malerwegs war einst das Prebischtor, das über den heute gesperrten Fremdenweg erreicht wurde. Deshalb macht es Sinn, mehr
Zeit einzuplanen und von Hřensko zum kolossalen Felsentor aufzusteigen und auf dem Gabrielensteig nach Vysoká Lípa zu wandern.
Zurück geht es in schaukelnden Booten und auf haarsträubenden Pfaden durch Wilde Klamm und Edmundsklamm.
Durchs Land der Steine
Westlich der Elbe, die von Schmilka mit der Fähre überquert wird, stehen große Tafelberge als einzelne Erhebungen über dem sonst hügeligen
Land. Manchmal bestehen sie nur aus einem einzigen riesigen kompakten Felsturm, wie der Zirkelstein, ein anderes Mal sind es gewaltige
Felsmassive, wie an Papststein, Gohrisch und Pfaffenstein. Allen gemeinsam sind die spannenden Aufstiege über Treppenwege und
Leitern – mitunter nichts für schwache Nerven. Auch Königstein, die größte Bergfestung Europas, steht auf der Spitze eines Tafelberges,
240 Meter über der gleichnamigen Stadt. Noch ein Blick zurück vom Thürndorfer Mausoleum, dann geht es über den Rauenstein Pirna entgegen.
TIPP DER REDAKTION
Wer schwindelfrei, trittsicher und klettergewandt ist, kann im Elbsandsteingebirge eine ganze Reihe Klettersteige, sogenannte „Stiegen“,
begehen. So beispielsweise an der Häntzschelstiege, die als modern konzipierter Klettersteig mit allen Freuden und Gefahren
auf das Lange Horn führt. Es gibt aber auch noch ein paar Geheimtipps. Verraten werden wir sie nicht, bei einem Blick in die Karte
offenbart sich jedoch so manches Bergerlebnis in Vollendung.
Ausgangspunkt Pirna-Liebethal Ziel Pirna Distanz 112 km
MARKIERUNG
Schwarzes Malerweg-“M“ auf weißem Grund
KARTE / LITERATUR
Infobroschüre und Wanderkarten zum Malerweg mit Detailbeschreibung und Wegskizzen, Hrsg. Tourismusverband Sächsische Schweiz
AN / ABREISE Anreise ÖPNV Von Dresden mit S-Bahn nach Pirna, weiter mit Buslinien G/L bis Haltestelle Liebethaler Grund in Pirna-Liebethal. PKW A17 bis Ausfahrt Dresden, Bundesstraße über Pirna nach Pirna-Liebethal.
Abreise ÖPNV Ab Pirna mit S-Bahn S1 nach Dresden Hbf. Mit Buslinien G/L zum Ausgangspunkt am Liebethaler Grund zurück.