Kaum zwei Jahre alt, ist der Seensteig bereits einer der beliebtesten
Schwarzwaldwege, mit stetig steigender Tendenz. Kein Wunder, gehört er
doch zur Garde der modernen Wanderwege. Angelegt nach den Kriterien des
Deutschen Wanderverbandes, mit außergewöhnlich hohem Pfadanteil, Natur
pur am laufenden Band, sieben Karseen – mal mystisch einsam, mal belebt
– und erstklassige Sterne-Gastronomie machen den Weg zu einem der neuen
Sterne am deutschen Wanderhimmel.
Die Mischung macht’s!
Das schöne am Seensteig ist die leichte Erreichbarkeit aller Etappen, ohne deswegen an großen Naturerlebnissen sparen zu müssen. Dank der Schwarzwaldhochstraße können selbst die hochgelegenen Etappen- und Zwischenziele mit dem Linienbus angefahren werden – das Auto kann also getrost stehen bleiben. Zudem ist die Wegstrecke so konzipiert, dass sie auch mit Standquartier in Baiersbronn oder den Ortsteilen gelaufen werden kann. Lästiges, kraftraubendes Gepäcktragen entfällt. So bleibt genügend Puste, um die Natur am Weg richtig genießen zu können. Neben den Karseen warten weite Ausblicke von den hohen Bergen am Hauptkamm, abenteuerliche Wegpassagen entlang tosender Wasserfälle, lustige und lehrreiche Turnübungen im Sturmwurfpfad des Jahrhundertsturms Lothar und so manch unvergesslicher Augenblick, der gar nicht eingeplant war. Von den zahlreichen Gelegenheiten zum Stehenbleiben, Augenschließen und tief Durchatmen ganz zu schweigen. Eilig braucht man es am Seensteig nicht haben – auch daran haben die Wegplaner gedacht und entsprechend kurze, erlebnisintensive Etappen
entwickelt.
Baiersbronner Himmelswege
Neben dem Seensteig als verbindende Route gibt es rund um Baiersbronn noch acht Himmelswege und einige kurze Themenwege zu erwandern. Jede Himmelsroute widmet sich einem ganz bestimmten Thema: Ob Romantik am Huzenbacher See, altes Handwerk auf der Holzmacher-Tour, ursprünglichen Wäldern auf der Bannwald-Tour oder Fernblicken auf der Höhen-Tour – eine jede hat ihren ganz eigenen Charakter. Dass man sich mitunter ganz ordentlich anstrengen muss, um in den Himmel zu kommen, zeigt ein Blick in die Tourendetails. 300 bis 500 Höhenmeter wollen auf jeder der Wanderungen überwunden werden. Die kulinarische Belohnung am Abend ist also redlich verdient. Und dass in Baiersbronn ein Abendessen zum lukullischen Event wird – das muss man nicht extra sagen!
TIPP DER REDAKTION
Am Baiersbronner Wanderhimmel funkeln nicht nur Wandersterne, sondern auch sieben Michelinsterne. Von wenigstens einem der ansässigen Spitzenköche sollte man sich schon bekochen lassen. Wenn der Geldbeutel für üppige Menüs zu schmal ist: in einer der Wanderhütten einkehren. Dort wird deftige Kost auf höchstem Niveau angeboten – was jedoch nur für die Qualität, nicht aber für die Preise gilt!