Köstliches DeutschlandDeutschland ist reich an regionalen Spezialitäten. Einige werden überregional geliebt, andere sind außerhalb ihrer Herkunftsregion unbekannt. Wanderbares Deutschland hat in Kooperation mit seinem Medienpartner Sehnsucht Deutschland passend zu einigen der schönsten deutschen Wandergebiete – die interessantesten Spezialitäten zusammengestellt. Sie werden erstaunt sein, wie bunt es auf Deutschlands Tellern zugeht!
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| (Fern-) Wandern in Europa |
Das „Lexikon“ (Fern-)Wandern in Europa
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NORWEGEN
HARDANGERVIDDA NORD – SÜDDie Hardangervidda ist, nach zwei geschützten Arealen auf Spitzbergen, der drittgrößte Nationalpark in Norwegen und besticht durch Ihre scheinbar endlosen Weiten. Die gewaltigen Wasserfälle an den Plateaurändern, wilde Rentierherden und der eigenwillig geformte Harteigen im Zentrum der Hochfläche sind die Höhepunkte der Durchquerung von Nord nach Süd. Finse – Hedlo – Haukeliseter 7 Tagesetappen zwischen 5 und 8 Stunden raues Berghochland
fernab der Zivilisation, teilweise unbewirtschaftete Selbstversorgerhütten.
JOTUNHEIMEN WEST – OST
Turtagrø – Leirvassbu – Spitterstulen – Gjendesheim 6 bis 7 Tagesetappen ohne Gipfelbesteigungen, durchweg bewirtschaftete Privat- oder DNT-Hütten.
SCHWEDEN
KUNGSLEDEN – DER KÖNIGSWEGVon der Bergstation Abisko in Lappland führt der Kungsleden in zwei unabhängigen Teilstücken bis Sälen in den Bergen Dalarnas. Bestimmen anfangs noch die hohen Berge der Nationalparks von Abisko und Sarek das Landschaftsbild, wird die Natur nach Süden hin „zahmer“. Dass Schweden darunter etwas anderes verstehen, zeigt sich an unzähligen Bach- und Flussdurchquerungen sowie dem weiten, oft menschenleeren Fjell.
FINNLAND
KARHUNKIERROS TRAIL – DIE BÄRENRUNDEEs gibt in Finnland zwei „Bärenwege“. Im Osten des Landes führt der 133 Kilometer lange „Bärenpfad“ durch die Wälder Kareliens, während die weitaus bekanntere, beliebtere und auch landschaftlich anspruchsvollere „Bärenrunde“ auf rund 80 Kilometer durch den Nationalpark Oulanka vor den Toren der Ferienzentren und Wintersportmetropolen Kuusamo und Salla führt. Die schönste Zeit zum Wandern ist im Spätsommer, wenn erste Nachtfröste die Farben aufleuchten lassen. Hautajärvi Visitor Centre – Juuma – Rukatunturi Fell 80 Kilometer, 4 Etappen, Markierung mit orangefarbenen Punkten an Bäumen. Meist gut ausgebauter Weg, zum Teil mit Holzplanken ausgelegt und mit Stegen sowie Hängebrücken versehen.
HETTA – PALLAS – FINNLANDS RAUE BERGWELTIm Nordwesten, nahe der Grenze zu Schweden und Norwegen, wird Finnland richtig gebirgig. Zwar sind selbst die höchsten Gipfel kaum über 1.000 Meter hoch, wirken aber deutlich mächtiger als man es in dieser Höhenlage erwarten würde. Eine der bevorzugten Wanderregionen Lapplands ist der Pallas-Yllästunturi Nationalpark, durch den schon seit über 70 Jahren der Hetta-Pallas Hiking Trail zieht. Nur 55 Kilometer lang, verlangt er seinen Begehern doch einiges ab. Hetta - Hannukuru – Pallastunturi Visitor Centre 55 Kilometer, 3 bis 4 Etappen, Markierung mit Pfeilen und Stangen. Meist gut sichtbarer Weg, nach Regenfällen zum Teil sehr morastig. Auch als markierte Ski- und Schneeschuhtour sehr beliebt.
ENGLAND
PENNINE WAY – DER ROTE FADENMit Ausnahme des Lake Districts durchläuft der Pennine Way alle wichtigen Gebirgsgruppen und Wanderregionen Englands von Nord nach Süd. Von den Cheviot Hills und den Borderlands geht es stets südwärts durch Northumberland zum Hadruian Wall. Weiter über den gesamten Kamm des Penninischen Gebirges zu den „rolling hills“ der Yorkeshire Dales und bis zu den mit Heide bewachsenen Hochflächen im Peak District. Information: www.nationaltrail.co.uk
WALESKleines grünes Land im stürmischen Westen Großbritanniens. Für viele ist Wales nur Transitland auf dem Weg zu den Fährhäfen nach Irland. Wer achtlos durchfährt ist aber selbst Schuld. Wales ist ein fantastisches Wanderland und geizt auch nicht mit großartigen Gipfelzielen, etwa im Snowdon Nationalpark, wo die höchsten Berge der Insel außerhalb der Schottischen Highlands aufragen.
PEMBROKESHIRE COAST NATIONAL TRAIL
Dem Meer ganz nah sind Wanderer auf einem der schönsten Fernwege in Großbritannien. Immer hart an der wild-rauen Küste im Südwesten von Wales kurvt der Pembrokeshire Coast Trail entlang atemberaubender Klippen, steuert stolze Burgen und Schlösser an und verleitet trotz – oder gerade wegen – seiner Länge immer wieder zum Verweilen und aufs Meer hinaus blicken.
IRLAND
THE KERRY WAY – WALKING IRELANDMit seiner auf 215 Kilometer markierten Strecke ist der Kerry Way der längste Fernweg der Insel und umrundet dabei die wildromantische Landschaft der Iveragh Halbinsel westlich des quirligen Ferienstädtchen Killarney. Ganz unterschiedliche Landschaften werden auf der Runde durchwandert, ohne dass die höchsten Berge Irlands dabei in den Vordergrund rücken – der Kerry Way ist etwas für reine Wanderer.
BELGIENBelgien ist wie der große Nachbar Frankreich mit einem dichten Netz von Wanderwegen durchzogen, die auch hier mit dem Kürzel GR und der entsprechenden Nummer versehen sind. Oftmals greifen beide Wegenetze ineinander über, was auch für die deutsch-belgische Grenzregion im Naturpark Eifel-Ardennen gilt. GR14 – SENTIER DE L’ARDENNEEinmal quer durch die Ardennen, von Nord nach Süd. Der Sentier de l’Ardenne beginnt im Städtchen Malmédy an den Hängen des Hohen Venn und durchwandert den kompletten Südosten Belgiens bis zur wuchtigen Burganlage von Bouillon im Tal der Semoy, nahe der französischen Grenze. Dort findet er seine Fortsetzung bis Sedan und weiter bis vor die Tore von Paris.
POLEN / TSCHECHIENPolen und Tschechien haben vielfältige Wandergebiete. Die Masuren sind neben der Hohen Tatra und dem Riesengebirge sicher die bekannteste Ferienregion Polens, während auf tschechischer Seite vor allem neben ebenfalls dem Riesengebirge das Erzgebirge und der Böhmerwald hoch in der Gunst der Wanderer stehen. KAMMWEG – EUROPAWEG 3Der Kammweg entlang der Bergkämme von Elstergebirge, Erzgebirge, Böhmischer Schweiz, Lausitzer Gebirge, Jeschkengebirge, Iser- und Riesengebirge, Glatzer Schneegebirge und Altvatergebirge wurde bereits 1904 als durchgehender Fernwanderweg eröffnet. Seit 1990 ist auf weiten Teilen der historischen Wegstrecke der Europäische Fernwanderweg (E3) neu markiert.
SLOWENIENDas kleine Land Slowenien bietet Wanderern rund 12.000 Kilometer markierte Wanderwege. Die bunte Palette reicht von schwierigen Hochgebirgstouren am Trigalv über waldreiche Mittelgebirgstouren bis zu eindrucksvollen Wanderungen über und unter der Erde im slowenischen Karst. Vier Weitwanderwege durchziehen das Land. Die Europäischen Fernwege 6 und 7, die Via Alpina und der Slowenische Höhenweg. DER SLOWENISCHE HÖHENWEGDer wichtigste Höhen- und Mittelgebirgsweg Sloweniens lässt Trekkerherzen höher schlagen. Vom Waldgebirge Pohorje nahe Maribor überquert der Slowenische Höhenweg alle bedeutenden Gebirgslandschaften, besteigt Karawankengipfel, stattet dem majestätischen Triglavmassiv einen Besuch ab und endet nach stolzen 500 Kilometern im Hafenstädtchen PortoroÏ an der Adriaküste.
ITALIENViele Wanderurlauber beschränken sich für Wanderreisen in Italien auf die nördlichen Regionen, insbesondere die Alpen. Italienkenner fahren dagegen weiter nach Süden, erkunden die herrlichen Wege auf den Bergrücken der Appenninen, durchstreifen Umbrien, das grüne Herz Italiens, oder klettern auf die stolzen Gipfel der Abruzzen. TRATO APPENNINICO UMBROWelch ein Traumweg. Wer im großartigen Kulturstädtchen Gubbio im Norden Umbriens aufbricht, um nach einer guten Wanderwoche in Castellucio, dem Dorf über den Wolken anzukommen, der findet wahre Erfüllung. Alpinistisch Versierte hängen noch einen Tag dran und stürmen auf den wuchtig über dem Piano Grande aufragenden Monte Vettore, um an der windumwehten Forca die Presta am Ziel aller Wünsche zu sein.
ALTA VIA VAL DI SUSAWestlich von Turin öffnet sich breit und verführerisch das Val di Susa, eingerahmt von himmelstrebenden Bergen. Die Olympischen Spiele haben das schon von den Römern genutzte Transittal weltweit berühmt gemacht – trotzdem finden sich stille Ecken – sowieso auf der Alta Via Val di Susa, dem hochalpinen Wanderweg der Superlative. Am höchsten Wallfahrtsort Europas toppt die Route am 3.538 Meter hohen Rocciamelone.
SCHWEIZ
ALPENPASSROUTEDie Alpenpassroute durchquert die Schweiz von Sargans nach Montreux, vom St. Galler Rheintal an den Genfersee, von Ost nach West. Viele bekannte Passübergänge liegen am Weg: Klausenpass, Surenenpass, Große und Kleine Scheidegg, Hahnenmoospass, und Col des Mosses. Einige Passagen der langen und anspruchsvollen Route sind zum Teil nur auf ausgesetzten Steigen und durch steile Geröllhalden zu erreichen, was dem Weg eine durchaus alpine Note verleiht. Von Sargans bis Adelboden führt die Route auf der grünen Variante der Via Alpina.
TRANS SWISS TRAIL 1 – VOM JURA INS TESSINNachdem die Schweiz auf der Alpenpassroute von Ost nach West durchquert wurde, liegt es nahe, dies auch einmal von Nord nach Süd zu versuchen. Idealer Weg dazu ist der Trans Swiss Trail 1 vom Jura durch das Emmental und über den Gotthardpass bis ins Tessin. Ganz unterschiedliche Landschaften, Kulturräume und Sehenswürdigkeiten machen deutlich, wie vielfältig das Wanderland Schweiz ist. |